Was ist wingwave und wie funktioniert es?

Am Ende der achtziger Jahre, beschäftigen sich verschiedene Trainer und -Therapeuten in den USA mit dem Einsatz von "wachen REM-Phasen" (Rapid Eye Movement), zur emotionalen Regulation von beeinträchtigenden Stresserinnerungen. Die amerikanische Psychotherapeutin Francine Shapiro entwickelte die Methode weiter zur Behandlung von posttraumatischem Stress. In den 90er Jahren gab der SPIEGEL dann dieser auch in Deutschland neu eingeführten EMDR-Methode den Namen Winke-Winke-Therapie. Man war erstaunt und fasziniert über die schnelle Wirkung. Bei dieser Methode spielen schnelle Fingerbewegungen vor den Augen des Klienten eine entscheidende Rolle. Der Klient folgt mit seinen Blicken der Handbewegung, die der Coach tätigt, die so erzielten raschen Augenbewegungen simulieren die REM-Phase, welche alle Menschen beim intensiven Träumen zeigen: Rapid Eye Movement. EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing. In dieser Phase verarbeitet das Gehirn die Informationen die über den Tag gesammelt worden sind.

Man kannte schon vor NLP (Neurolinguistische Programierung) und EMDR therapeutische Stimulationstechniken. Bekannt ist das Bild mit der pendelnden Taschenuhr, z.B. bei der klassischen Hypnose. Auch in überlieferten asiatischen Tänzen sind rasch hin- und herbewegende Augen, ebenso wichtig und eingeübt wie Tanzschritte, was vielleicht neben der kulturellen auch eine gesundheitspflegende Bedeutung haben mag. Der positive Effekt dieser Stimulationstechniken, entsteht durch die optimale Zusammenarbeit zwischen den beiden Gehirnhälften und somit aller Gehirnareale. Man nutzt die auditive und taktile links-rechts- Anregung der beiden Hemisphären. Beim  wingwave-Coaching, wurden alle bekannten Techniken zur bilateralen Hemisphärenstimulation integriert. Entscheidend für die Auswahl der jeweiligen Stimulationstechnik (visuell, auditiv oder taktil) ist immer der Klient: der wingwave-Coach setzt stets die Methode ein. Denn dadurch werden mentalen Ressourcen des Klienten aktiviert.  Die vielfältigen guten Ergebnisse sprechen für die positive Wirkung von Ansätzen zielgerichteter bilateraler Hemisphärenstimulation in Therapie und Coaching. 


Literaturhinweis: Zeitschrift GEO /Mai-Ausgabe 2002: "Inzwischen ist EMDR die am gründlichsten untersuchte Trauma-Therapie“.  Hamburger Ärzteblatt 10/01 bezeichnet die Methode in seiner Ausgabe bereits im Jahre 2001 als "gut erforscht". EMDR in Aktion - Die neue Kurzzeittherapie in der Praxis, Paderborn:

Junfermann 2001.

 

Kinesiologischer Muskeltest/ O-Ring-Test

Der kinesiologische Muskeltest ist ein körperorientierter Therapie-Ansatz aus der Kinesiologie. Der Test basiert auf der Erkenntnis, dass unsere gesunden Muskeln in Bruchteilen von Sekunden ihr Kraftvermögen ändern können. Bei negativen Worten, Gedanken  oder Emotionen reagieren die Muskeln mit spontaner Schwäche. Das innere System ist geschwächt und die Auswirkung ist mit den Test für den Coach sofort ablesbar. Der Muskel aktiviert bei den beschriebenen Auswirkungen nicht sein Kraftpotential, sondern kann bei Stress nicht seine volle Kraft entfalten. Für den Muskeltest wird ein Muskel ausgewählt, der sich besonders gut für das Anzeigen der spontanen Veränderungen der Muskelkraft eignet, der sogenannte Indikator-Muskel. 

Bei dem O-Ringtest hält der Klient Daumen und Zeigefinger fest zusammen, so dass die beiden zusammengedrückten Finger ein "O" bilden. Fällt der O-Ringtest stark aus, so kann der Klient die beiden Finger mühelos zusammenhalten, während dessen der Coach versucht, den „O-Fingerring“  auseinander zu ziehen. Fällt der O-Ringtest schwach aus, so fällt es dem Coach leicht, die beiden Finger auseinander zuziehen, obwohl der Klient versucht den O-Ring geschlossen zu halten. Ein schwacher Muskeltest deutet also auf Stress hin, während ein starker Muskeltest Ressourcen und Kraftquellen anzeigt.

Der O-Ringtest erzielt zwei wichtige Funktionen:

  • Er dient einerseits dem Auffinden von Stressoren. (Negative Themen, Gedanken, Gefühle, Glaubenssätze, Einflüsse) die negativ auf das physische und psychische Befinden des Klienten einwirken.
  • Mit dem O-Ringtest lässt sich genau ermitteln, mit welchen Worten, Gedanken oder innerer  Vorstellung die betreffende Person Stress verbindet
  • Überprüfung der Wirksamkeit der Interventionen. Ein starker    O-Ringtest zeigt somit an, welche Themen oder im Coaching schon erfolgreich bearbeitet wurden.
  • Beim wingwave-Coaching benutzt man den so genannten O-Ringtest oder Omura-Ringtest, da dieser Test durch eine wissenschaftliche Studie als besonders verlässlich bestätigt wurde